friedensweg am 23. februar

»Warum steht auf eurem Transparent FÜRCHTET EUCH NICHT? Furcht ist doch auch etwas Gutes.«

So wurde ich am 23. Februar auf dem Marktplatz angesprochen, nachdem die Glocken verklungen waren. »Furcht bringt mich doch dazu, etwas zu tun.«

 

Eine so verstandene Furcht, die für mich auch mit Aufmerksamkeit und Respekt zusammenhängt, ist tatsächlich eine gute und wichtige – ähnlich vielleicht wie das Lampenfieber eines Künstlers, das ihn auf der Bühne zu Hochleistungen beflügeln kann, von dem er sich aber nicht überwältigen lassen darf.

Wenn Furcht die Menschen kleinmacht, starr und völlig handlungsunfähig, dann wird sie gefährlich. Und das geschieht dort, wo diskriminiert wird, wo Ängste vor allem, was und wer fremd ist, geschürt werden und eine gesellschaftliche Haltung der Angst entsteht, die einerseits zur Abgrenzung und Abschottung führen und sich andererseits in Wut, Hassreden und Gewalt entladen kann.

 

FÜRCHTET EUCH NICHT ist eine biblische Botschaft. Engel sagen sie zu Menschen, die sich erschrecken. Und dann folgt immer eine Nachricht, die das Leben verändert – die dem Leben eine neue Weite schenkt – und die oft mit einem Auftrag verbunden ist. Auch das biblische »Fürchtet euch nicht!« bringt die Menschen positiv in Bewegung.

 

Ich danke allen, die sich unter diesem Motto in Bewegung gesetzt haben – bei Sturm und Regen – mit so vielen guten Gedanken zu einem Leben in Frieden und Versöhnung hier unserer Stadt Pforzheim und auf der ganzen Welt.

 

Esther Philipps

Pfarrerin der Markusgemeinde


sichtbar unterwegs für den frieden in unserer stadt

Bilder: Evangelische Kirche Pforzheim


unterwegs im zeichen der zuversicht

Pforzheimer Zeitung, 24. Februar 2017


»FRIEDENSANDACHT DER KINDERTAGESEINRICHTUNGEN«

am 23. Februar um 11 Uhr in der Thomaskirche

Auch die Kleinsten wissen, wie wichtig Frieden ist. mehr


danke …

 

… den Schülerinnen und Schülern des Kepler-Gymnasiums, die mit ihren Bildern und Gedanken sehr eindrücklich gemacht haben, wie wichtig es bleibt, sich für den Frieden einzusetzen,


… den Lehrerinnen und Lehrern, die sie beim Finden der Worte und Bilder unterstützt und begleitet haben,

 

... den Schülerinnen und Schülern der Klasse 5c der Nordstadtschule mit ihrer Lehrerin für ihren Beitrag, der uns schwungvoll auf unseren Weg schickte.


… der evangelischen Dekanin für ihr eröffnendes Grußwort,


… der Schulleitung der Nordstadtschule für das Dach über dem Kopf dieser Station,


… dem Nordstadt-Jugendtreff für den köstlichen Punsch, der im Sturm wirklich gut getan hat,


… der Polizei und unseren Ordnerinnen und Ordnern, die uns sicher geleitet haben,


… der Gemeinde St.-Franziskus für wunderbare Orgelmusik und Texte, die den Frieden greifbar machten,

 

... der Citykirchenarbeit, der Jugendkantorei, der EJP und den Konfis samt Pfarrer aus Büchenbronn für die beeindruckend beleuchtete Schloßkirche, die Texte von Hund und Katz und anderen klugen Gedanken und die unglaublich schöne Musik – alles kunstvoll ineinander verwoben - ,


… allen, die unsere Arbeit durch Mitdenken, Mitgestalten und Spenden unterstützt haben,

 

… allen, die furchtlos dem Sturm trotzten und uns begleitet haben, die mit uns auf dem Marktplatz die Stille hielten beim Glockengeläut, die ihr Herz geöffnet haben für alte und neue Formen des Gedenkens.



Download
FLYER | 23. Februar 2017
2302_Flyer2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

Kontakt

Esther Philipps

Pfarrerin

Telefon (07231) 7767024 oder (0172) 5768862

Eine Nachricht senden